Wir tragen für Wild und Natur Verantwortung

Jagd, Natur- und Wildtierschutz gehören untrennbar zusammen. Wer unsere Zeitschrift «Bündner Jäger / Bündner Fischer» seit Jahren regelmässig liest, erkennt den roten Faden: Jagd macht nur dann Sinn, wenn sie zusammengeht mit Natur- und Wildtierschutz. Eine zeitgemässe Jagdzeitschrift darf sich nicht auf Jagderlebnisse, Technik, Abschusszahlen oder Handwerk beschränken. Sie muss das ganze Bild und die Zusammenhänge aufzeigen – und dieses Bild ist vielfältig, anspruchsvoll und manchmal auch unbequem.

Die Jagdzeitschrift ist ein Spiegel der Jägerschaft. Dieser Spiegel zeigt beim «Bündner Jäger» ein klares, ehrliches Bild – auch gegenüber der nichtjagenden Bevölkerung. Monat für Monat berichten wir nicht nur über jagdbare, sondern bewusst auch über nicht jagdbare Wildtiere. Diese Sichtweise wurde mir als Präsident mit den Jahren immer wichtiger. Auch in dieser Ausgabe finden sich mehrere Beiträge zu diesem Thema.

Unsere Verantwortung für Natur- und Wildtierschutz muss hoch sein. Wer, wenn nicht wir, sollte sie tragen? Wir sind es, die sich in der Natur bewegen. Wir sind es, die Veränderungen sehen, Entwicklungen erkennen, Störungen wahrnehmen. Wir sind es, die wissen, wovon wir sprechen. Dass dies auch ausserhalb der Jägerschaft anerkannt wird, freut mich besonders. Wenn z. B. der Redaktion des «Bündner Jäger» der Dank an die Adresse der Jägerinnen und Jäger für ihr Engagement zugunsten seltener Arten, ihren Einsatz beim Erhalt geeigneter Lebensräume und für die sachliche Aufklärung über den Zustand der Biodiversität im Kanton ausgesprochen wird (siehe Seite 28). Solche Rückmeldungen sind nicht selbstverständlich. Aber sie sind wirklich verdient.

Der Wintersport ist Lebensader – und Herausforderung zugleich. Als wirtschaftliche Hauptschlagader unseres Kantons bringt der Wintersport jedoch auch Belastungen für viele Wildarten mit sich. Gerade deshalb ist es entscheidend, darüber zu sprechen und vor Ort aufzuklären. Mit unseren rund 6400 Mitgliedern verfügen wir über eine enorme positive Kraft – zugunsten jagdbarer wie nicht jagdbarer Wildtiere. Diese Kraft wirkt aber nicht durch Schlagworte, sondern durch Präsenz, Wissen und Haltung. Jede und jeder kann mitmachen, mitwirken. Bitte macht das.

Jetzt braucht das Wild unsere Stimme und unsere Aufmerksamkeit. Wenn dieser Grüne Draht erscheint, ist Achtsamkeit besonders gefragt. Sei es durch offene Augen betreffend Wildruhezonen, durch das Einhalten von Betretungsverboten und durch das eigene Vorbild. Sprecht darüber – jetzt, und auch im Frühling, wenn wir Verbandsmitglieder jährlich rund 25 000 Hegestunden leisten: mit Motorsäge, Pickel und Schaufel, zugunsten der Lebensräume unserer Wildtiere.

Fazit: Jagd ist weit mehr als das Erlegen von Wild. Sie bedeutet Verantwortung für Lebensräume, von denen wir Teil sind. Verantwortung für etwas Wertvolles, für das Besondere. Und Verantwortung für unser Wissen und unser Können, mit dem wir Einfluss nehmen. Dass Natur- und Wildtierschutz in Graubünden funktioniert, ist auch unserem Engagement als Jägerinnen und Jäger zu verdanken – Tag für Tag, oft im Stillen. Diese Verantwortung tragen wir gemeinsam, als grosse Teamleistung. Und es liegt an uns, wie pflichtbewusst, glaubwürdig und sichtbar wir diese Verantwortung weiterhin wahrnehmen – und wie wir dadurch in der Gesellschaft wahrgenommen werden. Ich danke euch für euren Einsatz.

Tarzisius Caviezel Präsident BKPJV

Kontakt:

Bündner Patentjäger Verband
Promenade 56B
7270 Davos Platz

Tel.: 081 511 60 10
E-Mail: info@bkpjv.ch

Die nächsten Termine:

22. Mai 2027 DV in Davos

Besuchen Sie uns auch auf Facebook:

Cookie Einstellungen/ Datenschutz / Impressum ©Copyright 2026 Patentjäger Verband Graubünden

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf „Alle erlauben“ erklären Sie sich damit einverstanden.

Einstellungen