Neue Gesichter beim BKPJV
Die Uhren ticken – und sie ticken laut: Im Mai 2026
stehen beim BKPJV entscheidende Wahlen an. Der
Präsidentenstuhl wird neu besetzt, zwei Plätze im
Zentralvorstand ebenfalls. Diese personellen Weichenstellungen sind keine Routine – sie werden die
Zukunft unseres Verbands prägen.
Der Zentralvorstand hat in der aktuellen, bedeutenden Phase seiner vornehmsten Pflicht nachgelebt: Einer guten personellen Erneuerung den Boden
zu bereiten. Der Zentralvorstand wartet nicht untätig ab, sondern hat Gespräche geführt, Menschen
angesprochen, potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten motiviert – und natürlich den erweiterten
Zentralvorstand eingebunden, um weitere Talente
aufzuspüren.
Zudem setzen wir ein klares Zeichen in Sachen
Offenheit und Geradlinigkeit: Bereits in der Juli- und
der Augustausgabe 2025 haben wir die frei werdenden Mandate öffentlich ausgeschrieben – und das
nicht zum letzten Mal. Transparenz ist nicht nur ein
Wort, sondern Praxis. Bis Redaktionsschluss dieser
Ausgabe hat sich bislang jedoch nur ein Kandidat
gemeldet – ein positives Signal, aber sagen wir: ein
guter Anfang. Denn klar ist, wir brauchen engagierte
Persönlichkeiten, die bereit sind, Verantwortung zu
übernehmen.
Gerade jetzt. Denn die kommenden Jahre halten
politisch einige spannende Herausforderungen für
uns bereit. Die Teilrevision des Jagdgesetzes steht
an – ein Themenbündel mit Sprengkraft. Und es ist
absehbar: Ohne präsidialen Zugang bzw. Netzwerke
in den Grossen Rat und der Regierung des Kantons
Graubünden wird es schwierig, unsere Anliegen wirkungsvoll zu platzieren. Deshalb braucht der BKPJV
an seiner Spitze jemanden, der nicht nur jagdlich
versiert, führungs- und verhandlungserfahren,
kommunikativ, sondern auch politisch sattelfest ist.
Die offene Vorgehensweise des Zentralvorstands ist ein einladendes und leuchtendes Signal an alle Jägerinnen und Jäger, auf die das Anforderungsprofil zur Verbandsführung etwa passen könnte. Die Personalfrage ist im zentralen Interesse des Verbands. Der offene Brief von Diego Crameri (Seite 37) trifft den Punkt – wir nehmen ihn ernst. Die gelebte Offenheit des Zentralvorstands resultiert aber nicht aus einer Forderung von aussen, sondern entspringt unserem Selbstverständnis, an dem wir gemessen werden wollen.
Schon bei den letzten Wahlen haben wir alle Kandidierenden im «Bündner Jäger» vorgestellt – frühzeitig, gleichberechtigt, nachvollziehbar. So soll es auch 2026 sein. Damit unsere Sektionen gute, informationsbasierte Entscheide treffen können. Wir bitten alle Interessierten, sich bis spätestens 1. November 2025 beim Sekretariat zu melden. Wir zählen auf euch. Nur so können wir eine faire und zeitgleiche Präsentation aller Kandidierenden gewährleisten.
Zum Schluss ein Wort zur schönsten Zeit des
Jahres: Ich wünsche euch eine erlebnisreiche, sichere und erfolgreiche Hochjagd. Geniesst die Zeit
draussen, die Kameradschaft, die Natur – und macht
am Berg lieber mal einen halben Schritt zurück als
einen ganzen zu viel nach vorn. Bleibt also gesund,
bleibt wachsam – und bleibt dem BKPJV verbunden.
Weidmannsheil, in bucca d’luf, buona caccia!
Euer Präsident
Tarzisius Caviezel
